Ausrüstung

Eins vorweg: Wir waren noch nie Materialfetischisten! Unser Credo ist: Gute Qualität, teilweise über viele Jahre bewährt, keinerlei megacooler Hightech-Schnickschnack, aber selbstverständlich alle Teile ständig sorgfältig gewartet. Federgabel, Full Suspenion oder gar Carbonteile kommen für uns nicht in Frage, dafür können wir unsere Fahrräder fast in jeder Lage selbst reparieren, und da die Rahmen aus Stahl sind, kann sie im Notfall weltweit jeder Dorfschmied wieder zusammenschweißen. Trotzdem sind sie so verwindungssteif, dass wir selbst mit vollem Gepäck das Problem "Rahmenflattern" schon seit vielen Jahren nicht mehr kennen. Ach ja, die Bikes sind Baujahr 1989 und hatten bei Tourende in Buenos Aires ziemlich genau 105.000 Kilometer drauf, mit dem dritten Satz Laufrädern zwar und mit der zweiten (hinteren) Schaltung, den zweiten Tret- und Lenkkopflagern, aber immer noch mit dem Originalrahmen, dem ersten vorderen Umwerfer, den ersten Tretkurbeln und sage und schreibe dem ersten Gepäckträger (!). Sybille hat zudem noch den ersten Sattel und die Original-Cantileverbremsen des längst Konkurs gegangenen Herstellers Weinmann.

Manche Fahrradkomponenten und auch Ausrüstungsgegenstände haben wir zwischenzeitlich durch sehr hochwertige Teile ersetzt, z.B. Lenker von Corratec, Nordlicht-Dynamo, BuM-Toplight-Lampen, Tacx-Schaltwerksröllchen und teilweise Speichen von DT Swiss; andere sind aber auch vom Sperrmüll bzw. vom Schrott wie z.B. meine Sattelfedern, meine Kettenblattschrauben (Original Fiat) oder Sybilles Schalthebel - doch, wie gesagt: alles mittlerweile gut bewährt. Last, but not least: Wichtig ist ein gutes Fachgeschäft! Unser Taller / Mécanico und Ausrüster ist seit vielen Jahren Eldorado-Dirk in Rutesheim. P.S.: Seit Dirk unsere Hinterräder vierfach gekreuzt eingespeicht hat, hatten wir keinen einzigen Speichenbruch mehr! Und unsere "Smartguard"-Reifen hatten zwischen México und Feuerland nur einen einzigen Platten - einem 3 cm langen Nagel waren selbst sie nicht gewachsen, alles andere haben sie auf 8000 Kilometern klaglos weggesteckt.

Equipment Mazatlán - México City

Nun Fahrrad und Ausrüstung auszugsweise im Detail:

Fahrrad

  • Rahmen: Epple "Grizzly", made in Memmingen / Germany, Stahl
  • Schaltung hinten: Shimano SIS 6-fach Hyperglide-Schraubkränze, 14-32 Zähne
  • Schaltung vorne: Sachs Aris-Rival, 3-fach, 28/38/48 Zähne
  • Felgen: Alesa 9019, 28 Zoll
  • Reifen: Schwalbe Marathon, ab Costa Rica Marathon Plus "Smartguard" mit Pannenschutz (37/622)
  • Bremsen: Shimano Deore LX Cantilever (T), Weinmann Cantilever (S), Bremsbeläge Kool-Stop
  • Lenker: Corratec Bull Cruiser (optimale Griffpositionen!)
  • Sättel: Brooks B 66
  • Gepäckträger: Pletscher Athlete (obwohl aus Alu noch nie gebrochen!), Tubus Tara Lowrider (ab Costa Rica)
  • Packtaschen: anfangs ältere Vaude- und Umarex-Produkte, nach und nach durch wasserdichte Ortlieb Roller ersetzt
  • Spezialwerkzeug: Tretkurbel- und Ritzelabzieher, Stiftschlüssel zum Freilauf Zerlegen, Kettentrenner und -vernieter, Lenkkopflagerschlüssel

Sonstiges

  • Zelt: bis México altes Sierra Leone von Salewa (sehr gute Qualität, braucht aber zum Aufstellen 16 Häringe), ab Costa Rica Vaude Mark III, selbststehend
  • Iso-Matten: Therm-A-Rest (selbstaufblasend)
  • Schlafsäcke: Gold-Eck GLT
  • Kocher: CampingGaz Bleuet 206. Selbst in Lateinamerika waren Gaskartuschen problemlos erhältlich - so in Costa Rica, Peru, Chile und Argentinien
  • Wasserfilter: Katadyn Mini Ceramic
  • Schweizer Armeemesser mit Korkenzieher und Dosenöffner - absolut wichtigstes Utensil, für uns unverzichtbar :-)
Ob das alles auf zwei Räder passt?